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Aus den Verbänden : Aalexperiment im Ostsee- / Schwentinegebiet
Geschrieben von Arne am 07.10.2009 16:08:46 (3471 gelesen)

Abwrackprämie jetzt auch für Aale? Forscher bitten um Mithilfe.



DatenloggerSeit September 2008 werden Blank- und Gelbaale aus der Schwentine und der Ostsee entnommen und mit so genannten Data Storage Tags (DST) (Foto rechts) ausgestattet. Diese kleinen Wunderwerke der Technik speichern kontinuierlich Wassertemperatur und Druck entsprechend der Tauchtiefe. Die Forscher, unter ihnen Dipl. Biol. Enno Prigge, erhoffen sich Erkenntnisse über Wanderbewegungen und Sterblichkeitsrate des Aal in deutschen Binnengewässern.

Hintergrund des Ganzen ist ein vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) finanziertes Projekt "Habitatselektion des Europäischen Aals und Quantifizierung der Sterblichkeit von Aalen in deutschen Binnengewässern". Ziel dieses Experimentes ist es, weitere Informationen über das (Ab-)Wanderverhalten von Blankaalen in der Ostsee zu sammeln.

Der Zeit sind sieben Aale mit Datenloggern ausgestattet. Es sollen dieses Jahr noch insgesamt 50 Aale mit diesem System ausgestattet werden. Die ausgewählten Tiere müssen ein Mindestgewicht von 1,4 kg aufweisen um keine Beeinträchtigung durch die Implantate zu erfahren. Im Verlauf
des Experimentes wurde intensiv mit Julian Metcalfe (CEFAS, Lowestoft Laboratory, Suffolk) zusammengearbeitet. Julian Metcalfe ist Projektpartner des "EELIAD"-Projektes und hat umfassende Erfahrungen in Verbindung mit dem Ausstatten von Aalen mit Datenloggern gesammelt. Von ihm wurde auch das Protokoll zur Implantation übernommen. Die Implantate werden unter Narkose eingesetzt und anschließend wird der Patient noch einige Tage unter Beobachtung gehalten um sicher zu gehen, dass kein abnormales Verhalten auftritt.

Aal mit T-Bar-TagsDie Forscher bitten Angler und Berufsfischer um ihre Mithilfe: Um die Datenlogger auslesen zu können wird darum gebeten, gefangene markierte Aale schnellst möglich einzufrieren und die auf den Datenloggern oder den T-Bars angegebene Adresse über den Fang zu informieren. Ort und Zeitpunkt des Fangs sind für die Auswertung der Daten ebenfalls wichtig. Markierte Aale sind deutlich an den gelben antennenähnlichen T-Bars auf dem Rücken zu erkennen (siehe Bild). Natürlich gibt es für die Rückgabe eines Aals eine Prämie, ähnlich wie die Abwrackprämie bei alten Autos. Wie hoch diese allerdings sein wird, war zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels noch nicht klar.


A. Dammann


Quelle: http://www.lsfv-sh.de/neuigkeiten-2009/mithilfe-erwuenscht-markierung-von-abwandernden-aalen.html


Fotos: Enno Prigge

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