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Der LSFV-Schleswig-Holstein unternimmt seit Jahren große Anstrengungen zur Bestandssicherung und nachhaltigen Nutzung des europäischen Aals als Speisefisch. Zuletzt wurde am 14. Juli 2017 damit begonnen vorgestreckte, rund 7 Gramm schwere Aale in den Nord-Ostsee-Kanal und den Schirnauer See auszusetzen. Hier bei handelt es sich um eine Größenordnung von rund 100 Kg also ca. 14.000 Tiere.

Insgesamt sollen in 2017 rund 1,17 Millionen Tiere in mehr als 90 Gewässern in Schleswig-Holstein ausgesetzt werden. Bereits im März wurden in Nord-Ostsee-Kanal, Elbe-Lübeck-Kanal, der Elbe und den vier vom LSFV bewirtschafteten Seen rund 500.000 Glasaale besetzt. Die Gesamtkosten der Besatzmaßnahme belaufen sich in 2017 auf 160.000 €, die durch den Europäischen Fischereifonds und der schleswig-holsteinischen Fischeiabgabe bestritten werden.

Die Besatzmaßnahmen dienen nicht nur direkt den Fischern und Anglern, vielmehr sorgt sie dafür, dass noch laichreife Aale in die 7.000 km entfernte Sargasso-See abwandern und so durch Nachwuchs den Bestand des Aales in den schleswig-holsteinischen Küsten- und Binnengewässern stabilisieren. In diesem Zusammenhang ist auch ein generelles Aalfangverbot für die Schleswig-holsteinische Ostsee in 2018 im Gespräch. Auf einen Protestbrief des LSFV und dessen Kreisverbände zu dem geplanten Aalfangverbot antwortete Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt:

„Mir ist bekannt, dass die Freizeitfischerei und auch die ihr nahe stehenden Dienstleister durch diese Verbote stark betroffen sein können. Eingriffe dieser Art erachte ich daher nur dann für akzeptabel, wenn sie im Rahmen der naturschutzrechtlichen Umsetzungsverpflichtungen geeignet und verhältnismäßig zur Erreichung der Schutzziele sind. In der Diskussion über das Freizeitfischereiverbot in den Entwürfen von AWZ-Schutzgebietsverordnungen habe ich deshalb stets darauf gedrungen, dass die Eingriffe in den Gebieten, wenn überhaupt, nicht über ein unabdingbar notwendiges Maß hinausgehen und vor allem hinreichend wissenschaftlich begründet sind. An diese Voraussetzung knüpfe ich auch meine Zustimmung zu den Verordnungsentwürfen. Ich habe den Eindruck, dass diese Kriterien bisher nicht umfassend Berücksichtigung finden. Deswegen erteile ich meine Zustimmung bis auf weiteres nicht.“

Auch die Bundeskanzlerin signalisierte auf ihrer Sommertour in Heiligenhafen, dass das letzte Wort zum Thema Aalfabgverbot noch nicht gesprochen sei. Es bleibt also abzuwarten ob ein Aalfangverbot in 2018 kommen wird oder nicht.

 

A. Dammann

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