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Es ist bereits 16.30 Uhr  als wir an diesem Wochenende am Strand von Waabs in der Eckernförder Bucht ankommen. Laut Wetterbericht soll uns ein Ostwind der Stärke 3 erwarten. Als wir allerdings den ersten Blick auf die schäumende Brandung werfen, wird uns schnell klar, dass es wohl doch eher Windstärke 4 bis 5 ist was dort bläst.

Vom Parkplatz aus gehen wir rechts ein Stück den Strand entlang, in der Hoffnung, dass der Wind vielleicht noch ein wenig abflaut, denn zwischen der Steilküste und der Brandung ist bedenklich wenig Platz. Schnell montieren wir die Ruten , denn als wir endlich den richtigen Angelplatz gefunden haben, wird es bereits dunkel. In gespannter Erwartung schießen kurz darauf die ersten Montagen gen Horizont.

Die Ruten sind jeweils mit zwei Haken, mit gelben und fluoreszierenden Perlen an den Mundschnüren, bestückt. Als stabilen Anker verwenden wir Krallenbleie mit 120g Gewicht, da Birnenbleie in der doch recht starken Strömung keinen Halt finden.

Als nun endlich die Ruten ausgeworfen in den Brandungsrutenhaltern stehen, soll eigentlich ein entspannter Angelabend beginnen. Natürlich kommt es mal wieder anders.

Am Strand von Waabs erstreckt sich eine vorgelagerte weit nach Süden reichende Sandbank mit einigen großen Steinen im Wasser und davor, wie auch dahinter, so genannter Leoparden Grund. Eben diese Bodenbeschaffenheit mit Krautfeldern und Sandflecken dazwischen ist es, die uns an diesem Abend das Angeln erschwert. Der Ostwind der für eine anständige Strömung sorgt, treibt immer wieder Kraut in die Schnüre und so müssen diese im Schnitt alle 10 Minuten von Seetang befreit werden.

Bei diesen Verhältnissen ist es schwer, die Bisse, von auf die mit Kraut belasteten Schnüre schlagenden Wellen, zu unterscheiden. Dennoch steigt gegen 18.30 Uhr der erste stattliche Brandungsdorsch mit einem gewaltigen Zug in der Rute ein. Tatsächlich scheinen sich nun die Küstenräuber, mit ihrem Leopardenmuster, vermehrt für unsere Wattwürmer zu interessieren. Letztendlich gelingt es vier schöne Exemplare der Ostsee ab zu trotzen. Plattfische stehen an diesem Abend keine auf dem Plan und durch die erschwerten Bedingungen enden viele der deutlichen Bisse mit leeren Haken.

Starker Ostwind ist somit kein Freund dieses, vor allem bei Meerforellenanglern, beliebten Strandabschnitts. Zu viel Kraut verursacht zu viel Stress, auch wenn am Ende vier stattliche Dorsche im Eimer landen.

 

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