gspeech_html   Click to listen highlighted text! gspeech_html Powered By GSpeech

Es steht also fest: Der Fisch des Jahres 2009 ist der Aal. Hierüber einigten sich der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF), das Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF), das Bundesamt für Naturschutz (BfN), der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) und erstmalig auch der Schweizerische Fischereiverband (SFV).

Zur Begründung hieß es, dass auf den drastischen Bestandsrückgang im nahezu gesamten Verbreitungsgebiet des europäischen Aals aufmerksam gemacht werden solle. Zu dem weisen die Verbände mit der Ernennung des Aals als Fisch des Jahres 2009 darauf hin, dass es gilt diesen aussergewöhnlichen und einzigartigen Fisch zu schützen.

Als Gründe für den dramatischen Bestandsrückgang der letzten Jahre werden in erster Linie von Menschen gemachte Einflüsse angeführt. Hierzu zählen die Verbauung vieler Gewässer durch Wasserkraftwerke, die das Wanderverhalten dieser Fischart massiv stören und der Fang von Glasaalen, um die weltweite Nachfrage zur Aalmast und als Delikatesse zu stillen.

Zu dem hat der Aal auch noch eine Reihe biologischer Feinde wie den Schwimmblasenwurm oder das Aal-Herpesvirus die die Aalpopulation in Europa schwächen. Nicht zuletzt ist der Kormoran eine der vielen Ursachen die den Rückgang der Aalbestände zu verantworten haben. Ob klimatische Veränderungen ebenfalls einen Beitrag zu dieser Entwicklung leisten wird derzeit noch wissenschaftlich geprüft.Aal am NOK

Vor diesem Hintergrund reagierten die EU-Fischereiminister unter der deutschen Ratspräsidentschaft mit der Einführung eines europaweiten Rettungsprogramms für den Aal. Bis ende 2008 werden von allen EU-Staaten Managementpläne zum Bestandsschutz erwartet. In 2009 sollen erstmals eine gewisse Menge der gefangenen Glasaale zur Aufzucht in die Binnengewässer ausgesetzt werden. Zu dem beschloß das Weltartenschutzabkommen (CITES) auf seiner 14. Vertragsstaatenkonferenz, auf Antrag Deutschlands, strikte Handelsbeschränkungen und ein Rettungsprogramm für den Aal.

Bereits seit Jahren leistet die Angelfischerei durch die Investition erhebleicher finanzieller Mittel in Besatzmaßnahmen ihren Beitrag zur Bestandssicherung des Aals. Gebe es diesen Besatz nicht stünde es um die Population des Aals erheblich schlechter.

Es bleibt also abzuwarten und zu hoffen, dass zu den bereits beschlossenen Gesetzen und denen die noch folgen werden, auch den ausführenden Organen vor Ort die Mittel in die Hand gegeben werden diese auch durchzusetzen. Damit wir auch künftig noch solche schönen Aale wie auf dem Bild in unseren Gewässern fangen werden.

 

Petri heil

A. Dammann

Quelle: http://www.vdsf.de/fishoftheyear/2009.html

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen. Weiter Informationen finden sie in unserem Datenschutzhinweis.

  Cookies akzeptieren.
EU Cookie Directive plugin by www.channeldigital.co.uk
Click to listen highlighted text! Powered By GSpeech