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Das 55 Kilometer lange Flüsschen Nette in Rheinland-Pfalz soll in den Jahren 2008 und 2009 „Flusslandschaft des Jahres“ werden. Das hat am 12. April der gemeinsame „Fachbeirat für Gewässerökologie“ vom Deutschen Anglerverband (DAV) und den NaturFreunden Deutschlands (NFD) den entsprechenden Gremien der beiden Verbände vorgeschlagen. Die in der Vulkaneifel entspringende und in den Rhein mündende Nette hatte sich schon im Vorfeld gegen andere mögliche Bewerber durchgesetzt. Im Gespräch waren u. a. die Bode im Harz und die Eider-Treene-Sorge-Niederung in Schleswig-Holstein.

Die „Flusslandschaft des Jahres“ wird von beiden Organisationen alle zwei Jahre ausgerufen, um regionale Aktivitäten zum Natur- und Gewässerschutz im Zusammenhang mit nachhaltigem Tourismus zu stärken. Ausschlaggebend sind dabei geologische Besonderheiten, die Pflanzen- und Tierwelt sowie vor allem auch die aquatischen Lebensgemeinschaften.

Die Nette wird Nachfolgerin der Schwarza in Thüringen, die 2006 zur Flusslandschaft des Jahres ausgerufen worden war. Hier ging es besonders um die Wiederherstellung der Durchgängigkeit für Wanderfische. Vor der Schwarza wurden bereits die Gottleuba (Sachsen), die Ilz (Bayern) und die Havel (Brandenburg) mit der Aufnahme in die „Reihe der offiziellen Jahresverkündungen umweltpolitisch relevanter Aktionen“ des Bundesumweltministeriums gewürdigt.

Für die Nette hatten sich die NaturFreunde im Amt Bergpflege in Kettig eingesetzt, die in einer Arbeitsgemeinschaft „ARGE Nette“ seit langem mit Naturschutzverbänden, Anglern, Kommunen und Elektrizitätswerken zusammenarbeiten. Eine Besonderheit dieses Flusses ist seine Einbettung in die vulkanische Geologie der Osteifel. In einem aktuellen Projekt soll mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) die Nettemündung in den Rhein bei Weißenthurm renaturiert werden. Der Fluss ist auch vom Atlantischen Lachs wiederbesiedelt worden. Bedrohte Fischarten wie Steinbeißer und Bitterling finden in der Nette ihre Heimat.


Der Oberlauf der Nette ist stark bewaldet. Vorherrschend sind Eichen- und Hainbuchenwälder. Dort wachsen Rippenfarn, Waldschachtelhalm, Knabenkraut und Roter Fingerhut. An einem unteren Talabschnitt findet man die Kuhschelle, die Graslilie, das Wunderveilchen und ein Dutzend Orchideenarten.




Informationen




Elmar Hillesheim, NFD: Tel. (02637) 56 16, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Eckart Kuhlwein, NFD: Tel. (04102) 4 25 74, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Michael Winkel, DAV: Tel. (030) 97 10 43 79,Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Quelle: Deutscher Anglerverband

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