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Die Delegierten der rd. 700.000 Mitglieder des Verbandes Deutscher Sportfischer haben auf der Jahreshauptversammlung des VDSF in Übereinstimmung mit den in der European Anglers Alliance (EAA) organisierten europäischen Anglern festgestellt, dass ihr jahrelanges beharrliches Eintreten für eine gesunde Umwelt, für eine nachhaltige Fischerei und Angelfischerei und einen ökologischen Gewässerschutz zunehmend, sowohl in den deutschen Bundesländern, als auch in unseren europäischen Nachbarstaaten, immer bessere Ergebnisse erbringt. Die alternative Ernergiegewinnung ist dabei wichtiger Bestandteil einer gesunden Umweltpolitik. Umso unverständlicher ist für die Millionen deutscher und europäischer Angelfischer das Beharren der Bundesregierung auf den weiteren Ausbau der "Kleinen Wasserkraft". Gegenwärtig steht der Produktion von etwa 0,02% des deutschen Strombedarfes in etwa 7.000 kleinen Wasserkraftanlagen eine unvorstellbare Vernichtung von Fischen und deren Nährtieren gegenüber. Wenn nach einer Studie allein im Bundesland Bayern in mehr als 4.000 kleinen Wasserkraftanlagen Tag für Tag mehr als 200.000 Fische lebensbedrohlich verletzt oder getötet werden, ist der sinnlose Verlust einer so großen Menge Biomasse, ist der sinnlose Eingriff in die Artenvielfalt der Gewässer, ist die Zerstörung der Umwelt in den sensibelsten Teilen der deutschen und europäischen Gewässer durch nichts zu begründen.

Trotz dieser unbestreitbaren Tatsachen beabsichtigt die Bundesregierung im Rahmen der Novellierung des Erneuerbaren Energie Gesetzes (EEG) die Vergütung für diese umweltzerstörenden Anlagen zu Lasten der deutschen Energieverbraucher weiter zu erhöhen, in den Positionspapieren der SPD und Bündnis 90/Die Grünen wird gar vom weiteren erheblichen Ausbau der kleinen Wasserkraft in unvorstellbaren Größenordnungen geschwelgt.

Die Anglerinnen und Angler des Verbandes Deutscher Sportfischer protestieren gemeinsam mit den in der EAA organisierten europäischen Anglern auf das Schärfste gegen die Verwirklichung dieser Absicht und fordern   - das Verbot jeglicher weiterer Verbauung der Flüsse und Bäche durch kleine Wasserkraftanlagen   - die Novellierung des EEG in der Form, dass die Vergütungen für diese umweltzerstörenden Anlagen schrittweise zurückgefahren werden   - den schrittweisen Rückbau von Altanlagen, um die erforderliche Durchgängigkeit zu erreichen oder zu verbessern.

Die Delegierten des VDSF weisen ausdrücklich darauf hin, dass durch den fast vernachlässigbaren Nutzen aus der "Kleinen Wasserkraft" im Verhältnis zu den enormen Umweltschäden Artikel 20 a Grundgesetz verletzt wird. Diesbezüglich wird gegenwärtig Verfassungsklage geprüft.

Auch der Ausnahmetatbestand der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie deckt im Verhältnis zum Nutzen keinesfalls die enormen Schäden. Damit ist eine eklatante Verletzung des Europäischen Rechtes gegeben. Auch hier werden rechtliche Schritte geprüft.

Wir fordern die Bundesregierung auf, von der Novellierung des EEG in der vorgesehenen Form Abstand zu nehmen. Wir fordern die Mitglieder des Deutschen Bundestages auf, in Verantwortung für die Umwelt jegliche Gesetzesvorlage abzulehnen, die in welcher Form auch immer zu einer Zerstörung der Umwelt führen wird. Wir fordern die Mitglieder des Europäischen Parlamentes auf, in der Gesetzgebung der EU diese Probleme zu beachten und insbesondere in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission für Umwelt die Gesetzesverstöße der Mitgliedsländer zu verfolgen.

Der Verband Deutscher Sportfischer und die Mitglieder der European Anglers Alliance bitten im Kampf um eine möglichst intakte Umwelt, um den aktiven Beitrag eines jeden deutschen und europäischen Abgeordneten zur Umsetzung dieser uns allen dienenden Ziele.

Hamburg, den 19.10.2007 

 

Quelle: VDSF

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