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Delegierte von Kreisverbänden und Vereinen, Präsidenten der Mitgliedsverbände des Landesfischereiverbandes sowie der Landesverbände aus anderen Bundesländern, der Präsident des Verbandes der Deutschen Sportfischer Peter Mohnert und nicht zuletzt der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus  -  sie alle kommen heute nach Schwerin, um Hans-Jürgen Hennig feierlich zu verabschieden, der nach 16 Jahre an der Spitze des Landesanglerverbandes Mecklenburg-Vorpommern e. V. nicht mehr für das höchste Amt im Verband kandidiert hatte.

„Diese 16 Jahre decken sich praktisch mit der Lebenszeit des nach der politischen Wende neu gegründeten Landesverbandes und reichen bis in seine schwierigen Anfänge zurück. So gehört es zu den Verdiensten von Hans-Jürgen Hennig, dass in den Anfangsjahren die Reihen geschlossen, Bewährtes erhalten, aber auch Neues aufgebaut werden konnte“, heißt es in der Laudatio des Ministers. „In einem Bundesland, wo Angeln nicht nur Freizeitbeschäftigung, sondern praktisch ein Volkssport ist, war es nicht unbedingt leichter, die verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bringen. Dass dies fast immer gelungen ist, dafür zolle ich dem Präsidenten Respekt und Anerkennung, aber auch meinen persönlichen Dank als zuständiger Fachminister.“

 Ob gesetzliche Regelungen oder Fischereischeinpflicht, Kormoranmanagement oder Besatzmaßnahmen, Gewässerpacht oder Preise für Angelberechtigungen - stets sei es im Rahmen einer verlässlichen Partnerschaft um konstruktive Lösungen und faire Kompromisse gegangen. Nicht zuletzt gehöre auch zu den Erfolgen, dass sich Angler und Berufsfischer im Lande unter einem gemeinsamen Dach für gemeinsame Interessen stark machen, dabei aber auch den Interessenausgleich untereinander rücksichtsvoll regeln.

„Dieses Modell hat wirklich Vorzeigecharakter in Deutschland, und es hilft uns bei unserem gemeinsamen Streben, eine verlässliche Fischereipolitik zugunsten der Angler und Fischer, aber ebenso mit Blick auf die Erhaltung unserer einmaligen Natur zu entwickeln“, so Dr. Backhaus.

Nicht erst seit auch der LAV anerkannter Naturschutzverband sei dächten die Angler über den kurzfristigen Fangerfolg hinaus und hegten und pflegten Gewässer und Fischbestände. „Grundgedanken der Nachhaltigkeit, die im 19. Jahrhundert vor allem im Forstbereich Fuß fassten, sind bereits in den Gründungsdokumenten der Anglerverbände aus jener Zeit zu finden. Die Angler knüpfen damit an eine lange Tradition an, die sich in den Fischereigesetzen der Länder widerspiegelt“, erinnerte der Minister.

Was der Landesverband für seine 45 000 Mitglieder - allein dieses Niveau sei heutzutage eine enorme Leistung - erreicht habe, lasse sich auch in Zahlen ausdrücken. „Ein Verbandsmitglied in Mecklenburg-Vorpommern kann für lediglich 39 Euro im Jahr etwa 5 000 Hektar LAV-Gewässer, rund 1 500 Kilometer Fließgewässerstrecken sowie 18 000 Hektar berufsfischereilich genutzter Seen im Land beangeln. Mit weiteren nur 20 Euro für eine Jahreskarte kommen mehr als 3 000 km² Küstengewässer als Angelrevier hinzu“, rechnet der Minister vor. Für ein solches Preisniveau, das in Deutschland wohl einmalig sein dürfte, habe der Verband gekämpft wie ein Löwe, sein Präsident Hans-Jürgen Hennig stets vorneweg.

Dem scheidenden Präsidenten wünscht Minister Dr. Backhaus nun nicht nur Gesundheit und eine erfüllte Zeit im Kreise der Familie, sondern vor allem noch jede Menge Freude beim Angeln als einem der schönsten Hobbys der Welt: „Ich bin mir sicher, ein strammer mecklenburgischer Hecht jenseits der 20 Pfund wartet noch darauf, von Ihnen gefangen zu werden. Petri Heil!“

 

 

Quelle:  Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern

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