gspeech_html   Click to listen highlighted text! gspeech_html Powered By GSpeech

Spreeau – Am kommenden Donnerstag (4. Oktober) wird im Beisein von Agrar- und Umweltminister Dietmar Woidke (SPD), dem Präsidenten des Landesumweltamtes Matthias Freude sowie Oder-Spree-Landrat Manfred Zalenga der zweite Altarm der Müggelspree angeschlossen. Woidke: „Bereits zwei Jahre nach Anschluss des ersten Altarms hat sich die Kleine Flussmuschel, eine sehr seltene und auf eine hohe Gewässerqualität angewiesene Tierart, wieder eingefunden. Das ist ein klarer Beleg für den Erfolg unserer Renaturierungsmaßnahmen an der Müggelspree.“

Bereits im April 2005 erfolgte der erste Spatenstich zur Renaturierung der Müggelspree. Mit der Verbindung des Mäanders Mönchwinkel I mit einer Länge von 760 Metern mit der Müggelspree wurde ein erster Anschluss im August 2005 realisiert.

Mit dem Altarm Stäbchen/Sieverslake bekommt nun der zweite Altarm einen Anschluss zur Müggelspree. Bei einer Mäanderlänge von 460 Metern verlängert sich die Fließstrecke der Müggelspree nun nochmals um 300 Meter.

Der Wasser- und Landschaftspflegeverband „Untere Spree“ entnahm 4.000 Kubikmeter organische Sedimente von der Gewässersohle und verwertete sie in der Landwirtschaft.

Die Spree ist einer der bedeutsamsten Lebensräume im Land Brandenburg. Sie wurde jedoch im Laufe der Zeit durch den Menschen stark verändert und mit zunehmender Verbauung von einer Natur- zur Kulturlandschaft. Auch die Abtrennung von Altarmen der Müggelspree wirkte sich negativ auf den Fluss und die ihn bewohnenden Tiere und Pflanzen aus.Wertvolle Lebensräume gingen verloren. Die Selbstreinigungskraft des Gewässers ging zurück, das Wasser floss schneller aus der Landschaft ab. Verschärft hat sich die Situation am Fluss auch deshalb, weil immer weniger Wasser aus den Braunkohletagebauen der Lausitz kommt. In trockenen Sommern, die in jüngster Zeit häufiger zu beobachten waren, fließt die Spree kaum noch.

Das Landesumweltamt hat deshalb 2004 einen „Masterplan Spree“ aufgelegt, um dem notleidenen Fluss zu helfen. Das Programm, auf rund zehn Jahre angelegt, wird nach und nach abgearbeitet und entscheidend aus Ersatzzahlungen unterstützt, die der NaturSchutzFonds Brandenburg zweckgebunden bereitstellt.

Matthias Freude: „Für das Land Brandenburg bildet der Masterplan auch einen wesentlichen Baustein zur Umsetzung der im Oktober 2000 verabschiedeten Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Mit ihrer Hilfe sollen Gewässer bis 2015 wieder in einen guten Zustand gebracht werden. Die Umsetzung dieser hohen Standards ist auch eine Herausforderung für die Bewirtschaftung der Spree und ihrer Lebensräume in Brandenburg.“

Im Auftrag des Landes Brandenburg bereitet der Wasser- und Landschaftspflegeverband „Untere Spree“ die Maßnahmen zum naturnahen Rückbau der Müggelspree vor und koordiniert deren Umsetzung. Neben dem Rückbau von Uferbefestigungen hat der Wiederanschluss von abgetrennten Mäandern die höchste Priorität an der Müggelspree.

Der Anschluss des Altarms Stäbchen/Sieverslake kostete 240.000 Euro. 

 

Quelle: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen. Weiter Informationen finden sie in unserem Datenschutzhinweis.

  Cookies akzeptieren.
EU Cookie Directive plugin by www.channeldigital.co.uk
Click to listen highlighted text! Powered By GSpeech