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Die deutsche Ratspräsidentschaft hat mit der Verabschiedung der EU-Verordnung zur Sicherung der Aalvorkommen einen beachtlichen Erfolg erzielt. Die deutsche Fischerei begrüßt in erster Linie die Verpflichtung zur Erstellung von Managementplänen für die Aal-Lebensräume und die Förderung von Besatzmaßnahmen zur Bestandsstützung. Pauschale Fangbeschränkungen von 50 % wurden verhindert. Außerdem wurde ein Einstieg in die Export-Begrenzung von Jungaalen nach Asien geschafft. Hier gab es erhebliche Widerstände aus Frankreich.

„Jetzt besteht die Möglichkeit, die geeigneten Schutzmaßnahmen für jedes Gewässersystem zu ermitteln und mit gezielten Maßnahmen die Vorkommen der Aale zu sichern. Kormorane, Wasserkraftwerke und Wanderhindernisse werden ausdrücklich in den Kreis der Faktoren einbezogen, die zu Verlusten bei Aalen führen. Das ist ein großer Fortschritt, und die Fischerei wird tatkräftig mitarbeiten, um dem Aal zu helfen“ meint Dr. Peter Breckling, Generalsekretär des Deutschen Fischerei-Verbandes.

Kritisch wird in deutschen Fischereikreisen die umfassende Verpflichtung zur Datensammlung über die Fischereiberechtigten in der Aalfischerei gesehen. Die Erstellung einer „Flottenkartei“ für die Fluss- und Seenfischer erscheint unverhältnismäßig, wenn man bedenkt, dass die Fischer im Binnenland überwiegend mit kleinsten Booten ihre Netze kontrollieren.

Die Managementpläne werden zeigen, wer es ernst meint mit der Hilfe für die Aale. Trotzdem gibt es noch erhebliche Wissenslücken über den Rückgang des Aales, so dass in Zukunft umfassende Forschungsarbeiten über die Biologie und Fortpflanzung der Aale notwendig sein werden.

 

Quelle: DEUTSCHER FISCHEREI-VERBAND E.V.

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