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Der NABU Hamburg weist darauf hin, dass der Sauerstoffgehalt in der Elbe bei der Messstation Blankenese am Montag morgen erstmalig im laufenden Jahr unter 3 mg/l gesunken ist – einen für Fische tödlichen Wert. „Das Sauerstoffloch hat sich in den vergangenen Tagen mit zunehmender Wassertemperatur aufgebaut. Selbst Fischarten, die an das Leben in sauerstoffärmeren Gewässern angepasst sind, können bei einem Sauerstoffgehalt von 3 mg/l und weniger nicht überleben“, so Katharina Menge, Naturschutzreferentin beim NABU Hamburg.

Menge: „Das so genannte Sauerstoffloch tritt jedes Jahr auf. Dies zeigt, dass die Belastungsgrenzen des Ökosystems Elbe überschritten sind.“ Für weitere Verschlechterungen, wie sie durch das Kraftwerk Moorburg oder die erneute Fahrrinnenanpassung drohen, sei kein Spielraum vorhanden. Vielmehr müsse der Fluss entlastet werden. Den angekündigten Wärmelastplan für die Elbe wertet der NABU als überfälligen Schritt in die richtige Richtung.

Der NABU sieht den bislang rücksichtslos vorangetriebenen Ausbau der Tideelbe als eine der Hauptursachen für die Sauerstoffdefizite. Die Sauerstoffzehrung in der Tideelbe entsteht durch den mikrobiellen Abbau von Grünalgen, die in den tiefen Wasserbereichen der Elbe beim Hamburger Hafen aus Lichtmangel absterben. „Der Verlust von Flachwasser- und Wattbereichen, wie zum Beispiel durch die Teilverfüllung des Mühlenberger Loches, verschlechtert die Sauerstoffbilanz zusätzlich“, betont Menge.

Schon Sauerstoffgehalte unter 6 mg/l können für einige Fischarten tödlich sein. Lachs, Forelle und Neunauge können diese Sauerstoffmangelzone nicht oder nur schlecht durchschwimmen. Sie sind jedoch darauf angewiesen, ihre Laichgebiete im Oberlauf des Elbeeinzugsgebietes zu erreichen. Menge: „Es nicht akzeptabel, dass der Sauerstoffgehalt im Hamburger Hafen jedes Jahr über viele Tage unter die fischkritischen Werte sinkt."

Quelle: NABU Hamburg

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