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"Auch 2007 wurden wieder 557 000 Meerforellenbrütlinge in die Zuflüsse Mecklenburg-Vorpommerns zur Ostsee eingebracht", gab der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus heute bekannt.

Im achten Jahr in Folge lässt die Obere Fischereibehörde des Landes geeignete Fließgewässer mit hierzulande erzeugten, sich aus einheimischen Meerforellenstämmen rekrutierenden Jungfischen besetzen. Seit 2000 stützen damit immerhin rund 5 Mio. so genannte Brütlinge den Meerforellenbestand im Küstenmeer. "Im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben, die auf eine aus-gewogene und rationelle Bewirtschaftung der Gewässer abzielen, tragen wir insbesondere für die landeseigenen Ressourcen im Küstenbereich eine hohe Verantwortung. Das Land wird seiner Vorbildfunktion gerecht, indem wir mit effizienten Schutz- und Regulierungsmaßnahmen auf die Entwicklung der konkreten Fischbestandssituation diffe-renziert reagieren", erläuterte der Minister. "Ziel der Hege-maßnahmen ist es dabei, artenreiche, Standort angepasste sowie fischereilich attraktive Fischbestände zu erhalten oder wiederherzustellen."

Dem vom Institut für Fischerei der Landesforschungsanstalt erarbeiteten strategischen Besatzprogramm folgend geht es - unter anderem bei der Wanderfischart Meerforelle - um den Wiederaufbau und Erhalt von heimischen Fischbeständen, die sich möglichst bald weitgehend selbst reproduzierenden. Entsprechend standen bei der Gewässerauswahl die naturnahe morphologische Ausstattung der Gewässer und ihre möglichst geringe Verbauung durch Wehre, Sohlabstürze und andere Querbauwerke im Vordergrund. Hauptbesatzregion ist daher das Einzugsgebiet von Warnow und Hellbach mit ihren Nebengewässern.

Am Programm beteiligen sich von Anfang an Fischerei-, Naturschutz- und Wasserbehörden, der Landesfischerei-verband sowie gemeinnützig tätige Organisationen wie der Verein Fisch und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern e. V.. Finanziert werden die Besatzmaßnahmen aus Einnahmen des Landes, die aus dem Verkauf von Angelerlaubnis-scheinen für die Küstengewässer erzielt werden. "Jeder, der bei uns seine Angel auswirft, leistet mit dem Erwerb eines Erlaubnisscheins also zugleich einen Beitrag, dass auch in Zukunft hervorragende und hoffentlich noch bessere Fangmöglichkeiten bestehen", erneuerte der Minister sein Plädoyer, weshalb es sinnvoll und notwendig sei, dass das Land entsprechende Entgelte erhebe.

Zusatzinformationen: Die Gewinnung des Besatzmaterials erfolgte durch den Fang der in die Ostseezuflüsse einwandernden laichreifen Meerforellen, die hier noch nicht immer optimale Bedingungen zur natürlichen Fortpflanzung vorfinden. Die zumeist im Spätherbst entnommenen Tiere werden nach dem Abstreifen der Geschlechtsprodukte wieder sorgsam in ihre Herkunftsgewässer zurückgesetzt. Unter Aufsicht der Fischereibehörde und in Kooperation mit dem Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. wird die Meerforellenbrut im darauf folgenden Frühjahr in ausgewählten Zuflüssen der Ostsee ausgesetzt.

Die dies-jährige Besatzmaßnahme wurde im Zeitraum vom 28. März bis 10. April vollzogen. Aufgrund unterschiedlicher externer, biologisch bedingter Einflüsse ist die Anzahl der eingebrachten Meerforellen-brütlinge von Jahr zu Jahr unterschiedlich; während im letzten Jahr 458 500 Meerforellenbrütlinge ausgesetzt wurden, waren es 2007 rund 20 Prozent mehr.

 

Quelle: Ministerium fuer Ernaehrung,Landwirtschaft,Forsten und Fischerei des Landes Mecklenburg- Vorpommern

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