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Eine praktische Hilfestellung für alle, die sich mit der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie befassen: Der von einer Arbeitsgruppe unter Leitung des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) erstellte Leitfaden zur Planung von hydromorphologischen Maßnahmen gibt Empfehlungen zur Entwicklung der niedersächsischen Bäche und Flüsse.

"Damit unterstützen wir die Arbeit der Gebietskooperationen bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und bieten eine Entscheidungshilfe bei der Entwicklung von geeigneten Projekten vor Ort an", sagt Peter Sellheim vom NLWKN in Hannover. Er ist der Leiter der Arbeitsgruppe, die den Leitfaden erarbeitet hat.

 "Europäische Wasserrahmenrichtlinie" – schon der Titel ist sperrig und wenig einladend. Gleichwohl sind die Inhalte und die Ziele spannend. Die Wasserrahmenrichtlinie ist schon im Jahr 2000 in Kraft getreten; Niedersachsen hat entschieden, die gesetzlichen Rahmenbedingungen unverändert in das Niedersächsische Wassergesetz aufzunehmen. Die Wasserrahmenrichtlinie betrachtet unsere Flüsse als ein großes Ökosystem, das man schützen muss. Daher will die Richtlinie, dass möglichst bald, am besten schon 2015, alle Gewässer in Europa in einem guten Zustand sind; mindestens soll sich der Zustand nicht weiter verschlechtern. Das ist eine echte Herausforderung – auch für Niedersachsen und insbesondere für den NLWKN. Die Vorgabe aus Brüssel hat ganz eindeutig neue Standards im Gewässerschutz gesetzt. Eine ökologische Gesamtbetrachtung der Gewässer ist gefordert, von der am Ende alle Bürgerinnen und Bürger profitieren: Gesunde Flüsse und sauberes Grundwasser sind letztlich das Ziel!

Die praktische Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie steht im Zentrum der Gewässerbewirtschaftung beim NLWKN. Der Weg zum guten Zustand ist allerdings bei vielen niedersächsischen Flüssen, Bächen und Seen schwierig und lang: Fehlende Strukturen, Verbauungen, Sedimenteinträge und Beeinträchtigungen des Abflussgeschehens – die Liste hydro-morphologischer Defizite und Belastungen ist lang. Es wird großer Anstrengungen und wirksamer Maßnahmen bedürfen, die Ziele der WRRL zu erreichen – darüber sind sich die Experten einig.

Dabei ist absehbar, dass der Umfang der notwendigen Maßnahmen eine gewisse Prioritätensetzung bei der Vorgehensweise erfordern wird. Nicht nur hinsichtlich der Gewässerauswahl, sondern vor allem bei der Auswahl sinnvoller und kosteneffizienter Maßnahmen. Doch welche Maßnahmen sind sinnvoll und geeignet – und zugleich umsetzbar? Wo liegen die Prioritäten? Wie lassen sich Wirkungen von Maßnahmen einschätzen? Der jetzt vorgelegte Leitfaden zur Planung von hydromorphologischen Maßnahmen an niedersächsischen Fließgewässern versucht, darauf Antworten zu geben. "Der Leitfaden gibt Empfehlungen zu Auswahl, Prioritätensetzung und Umsetzung von Maßnahmen zur Entwicklung unserer Bäche und Flüsse", betont Sellheim.

Neben einem "Serviceteil" mit allgemeinen Hinweisen zu Rechtsgrundlagen, Planungsinstrumenten, Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten sowie einer Darstellung der fachlichen Grundlagen der Gewässerentwicklung enthält der Leitfaden eine Auswahl der Gewässer, die zur vorrangigen Bearbeitung empfohlen werden.

Die für Niedersachsen benannten grundsätzlich geeigneten Einzelmaßnahmen werden in einem landesweiten Maßnahmenkatalog zusammengestellt und in einzelnen Maßnahmensteckbriefen näher beschrieben. Hinweise zur erwarteten Wirkung der einzelnen Projekte sowie zur Unterhaltung und Umsetzung runden die Maßnahmenporträts ab.

 

Quelle:Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz

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